Bienen - AG


Die Bienen-AG der Matthias-Claudius-Schule nimmt seit dem Schuljahr 2014/2015 am Pilotprojekt "Sommerbienen"  des Landesverbandes der Imker des Landes Schleswig-Holstein und Hamburg teil.


Projektdokumentation, Aufbau einer Bienen-AG an der MCS - Link PDF
 

 

 

Bienen erobern die Matthias-Claudius-Schule


Die Bienen-AG der Matthias-Claudius-Schule nimmt als einzige Grundschule mit 14 Drittklässlern am Pilotprojekt „Sommerbienen“ des Landesimkerverbandes SH/HH teil.
Endlich war es soweit: nach fast 9 Monaten Vorbereitungszeit der Bienen-AG kamen jetzt 8 Bienenvölker an die Schule. Nachdem in dieser Zeit viel über die Bienen und ihre Lebensweise gelernt, Kerzen gegossen, Futtertaschen gebaut, Anflugbretter bemalt, Bienenstöcke fertiggestellt und  die Bienenwiese vorbereitet wurden, konnten die Kinder es kaum noch erwarten, dass „ihre“ Bienen endlich kommen sollten, hatte doch eine Hornisse den Weg in eine vorbereitete Beute gefunden und begonnen ein Nest zu bauen.
Voller Spannung erschienen die Kinder am Sonntagnachmittag, verhüllten sich mit ihren Imkeranzügen und zeigten sich so erstmals den wartenden Eltern, Geschwistern und Großeltern, die im Vorwege mit Stationen rund um unsere Bienen-AG beschäftigt wurden.
Als es dann endlich zur Sache ging und die Bienentransportkörbe  im Beisein des ortsansässigen Imkers Peter Raht geöffnet wurden, wandelte sich die anfängliche Scheu zu einem begeisterten: „Warte, ich helfe dir!“.
So wurde als erstes die Futtertasche mit Glucosesirup gefüllt, anschließend die Königin in ihrer kleinen gelben Box zwischen die Rähmchen gehängt, die Beute wieder geschlossen und dann der ganze Schwarm (ca. 2000 Bienen) vor die Beute auf eine schräg hochlaufende Pappe geklopft. Kurz darauf bewegten sich die ersten Bienen aufwärts in den Stock, der gesamte Schwarm folgte und bald hingen nur noch ein paar Nachzügler am Eingang herum.
Schlichen die Bienen-AG-Kinder am Anfang noch mit skeptischer Miene über die Bienenwiese und beäugten jedes Tier, das auf ihnen saß, bewegten sie sich später fast wie Profis durch die rumschwirrenden Bienen und beobachteten genau, was an ihrem Stock geschah. Ihre Begeisterung übertrug sich auf die Eltern, die hinter einer schützenden Fensterfront standen, fast mit den Nasen an den Scheiben klebten und mit offenem Mund das spektakuläre Einlaufen der Bienenschwärme bestaunten.
Nach fast 1 ½ Stunden kehrte Ruhe an den Bienenstöcken ein, die Bienen-AG-Kinder wollten aber weiter beobachten und auch die Eltern konnten sich kaum losreißen. Was für ein Erlebnis!
Am Montagmorgen waren die Kinder gleich wieder zur Stelle. Die Bienenwiese war im Interesse aller. Geduldig wurden die bunten Bienenstöcke beobachtet, Fragen von Grundschülern beantwortet und das „Expertenwissen“ auch an LehrerInnen weitergegeben.


         

 

 

 

 Sommerbienen

 

 Das Projekt „Sommerbienen“ des Landesimkerverbandes  SH/HH geht in das zweite Jahr. Das  Interesse an diesem Kurs war  groß. In diesem Schuljahr haben sich 21 Kinder angemeldet, sieben von ihnen mussten auf das nächste Schuljahr vertröstet werden.

 

 Da die Bienen beim Imker überwintern, beschäftigen wir uns im 1. Halbjahr u.a. mit der Biologie der Honigbiene. Bevor wir uns die Bienen unter der Lupe genauer anschauten, zeichneten die Kinder nach eigenen Vorstellungen unseren kleinen Honiglieferanten. Es entstanden niedliche Tiere, die jetzt den Deckel der  eigenen Bienenmappe zieren. Unter den Binokularen konnten die Kinder Bienen genau untersuchen, Flügel zählen, Mundwerkzeuge betrachten und  die einzelnen Beine unterscheiden. Silas staunte nicht schlecht: „Boa, die hat ja richtig viel Fell!“. Linnea war glücklich: „Siehste, die hat vier Flügel, sag‘ ich doch.“ Gut zu erkennen waren neben den Flügeln auch die sechs Beine, die alle an der Brust starteten.  „Und was sind das für Haken am Ende?“ fragte Yunus. Sofort kamen andere und beugten sich über ihn. „Bestimmt zum Festhalten!“ vermuteten sie ganz richtig. Zum Untersuchen gab es auch eine alte Königin und Drohnen, so dass wir alle drei Bienenwesen zusammenhatten. Mara war vorbereitet und wusste genau Bescheid: „Drohnen, das sind die mit den riesigen Augen.“ Sie hatte im Bücherbus ein Bienenbuch gefunden und mitgebracht. Was die Kinder suchten, aber nicht finden konnten, war der Stachel. Zeichnungen in Büchern wurden mit unseren Objekten verglichen und es wurde klar, dass er im Hinterleib verborgen ist. „Schade!“, waren sich die Kinder einig, „Den hätten wir gerne genauer gesehen!“

 

 Für die nächste Woche haben wir uns vorgenommen, ganze Waben zu untersuchen. Was es da zu entdecken gibt und ob darin auch Honig zum Naschen zu finden ist, die Kinder dürfen gespannt sein!

  

 

 

Schulimkerei voll durchgestartet

Dank einer sehr großzügigen Spende der Gladigau-Stiftung, Bad Oldesloe, konnte die Bienen-AG der Matthias-Claudius-Schule im vergangenen Schuljahr voll durchstarten und alle nötigen Anschaffungen tätigen, um eine voll funktionstüchtige Schulimkerei aufzubauen.

In den Wintermonaten lernten die Kinder viel über Bienen und ihre Lebensweise, haben Kerzen gegossen, die neuen Bienenstöcke bemalt und die Bienenwiese vorbereitet.

Im Frühling wurde es ernst: Die Bienen kamen in speziellen Transportboxen und sollten in ihre neuen Behausungen umziehen. Voll ausgestattet mit Imkeranzügen wurde zunächst die Futtertasche in jedem Bienenstock mit Futtersirup gefüllt, damit die Bienen nach dem Umzug Nahrung vorfanden. Anschließend wurde die Bienenkönigin, die in diesem Jahr mit einem weißen Punkt markiert ist, in ihrer kleinen gelben Box in den Stock gehängt. Daraus wurde sie in den folgenden Tagen von ihren Arbeiterinnen befreit. Die Beute wurde wieder verschlossen und der ganze Schwarm aus dem Bienentransportkorb auf eine schräg hochlaufende Pappe geklopft.

Die Bienenkönigin im Stock verströmte ihren speziellen Duft. Ihr Schwarm erkannte ihn und bewegte sich kurze Zeit später über die Pappe in den Stock hinein – ein spektakulärer Anblick, der in diesem Jahr auch von mehreren Klassen gefahrlos hinter Fenstern beobachtet wurde. Bienenexperten aus der AG des Vorjahres beantworteten Fragen und erklärten genau, was auf der Wiese geschah.

Kinder einer 2. Klasse fragten sofort, wo sie sich anmelden müssen, damit sie mitmachen können, so begeistert waren sie. „Das war toll, “ fand Bienenexperte Ole, „ich habe in der Bienen-AG so viel über Bienen gelernt.“

Als einzige Grundschule in Schleswig-Holstein hatte die Matthias-Claudius-Schule an einem von der EU gesponserten Pilotprojekt „Sommerbienen“ teilgenommen.

In enger Zusammenarbeit mit der Imkerschule Bad Segeberg und dem ortsansässigen Imker Herrn Peter Raht wurde die Bienenhaltung an der Schule mit Leihmaterialien eingeführt.

Nach vielen Treffen in der Imkerschule und Fortbildungen für das Imkerteam Marianne und Stefan Kell geht es nun in die Selbständigkeit der Schulimkerei, die ohne die Unterstützung der

Gladigau-Stiftung nicht möglich gewesen wäre. Jetzt ist die Schule in der Lage mit ihren Bienenvölkern über Winter zu gehen und im nächsten Jahr eigenen „Schulhonig“ zu schleudern.

„Das Jahr Bienen-AG ging viel zu schnell vorbei, “ fand Emily.

Jetzt haben wieder neue Kinder Gelegenheit sich für die AG anzumelden und in diesem Schuljahr das Verhalten und den Umgang an einem „eigenen“ Bienenvolk zu lernen.

 

 

Die 13 Jungimker und Jungimkerinnen der Matthias-Claudius-Schule stellen sich vor.

 

 

 „Unsere Bienen waren aber fleißig!“ finden Carlotta, Anna und Emily.

 

 

 

Bienen bringen die Matthias-Claudius-Schule zum Schwärmen

Die Bienen-AG der Matthias-Claudius-Schule in Reinfeld entstand 2014 durch das Pilotprojekt „Sommerbienen“ des Landesimkerverbandes SH/HH. Mittlerweile ist die AG durch Spenden der Gladigau-Stiftung (Bad Oldesloe) und des Schulvereins der Matthias-Claudius-Schule eine eigenständige Schulimkerei.

Im vergangenen Jahr 2016 nahmen alle Kinder der Bienen-AG der Matthias-Claudius-Schule an einem Malwettbewerb des Umweltprojektes „BienenReich Schleswig-Holstein“ zum Thema Wildbienen teil. Das Projekt haben der Schleswig-Holsteinischen Heimatbund, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie der Landesverband der Schleswig-Holsteinischen und Hamburger Imker initiiert. Gefördert wird es von „BINGO! Die Umweltlotterie“, der Brunswiker Stiftung und der Stiftung Natur im Norden.

Ziel des Projektes ist es, Bienen zu schützen, da ihre Bestäubungsleistung für Mensch und Tier unverzichtbar ist.

In der AG entstand das Gemeinschaftswerk „Ausflug zur Nektartankstelle“, welches den 2. Platz in der Gruppenwertung erzielte. Neben Forscher- und Bastelmaterialien gewann die Bienen-AG eine Bienenveranstaltung mit der Reinfelder Bienenbotschafterin Eike Hilbert.

In der vergangenen Woche löste die Bienen-AG ihren Gewinn bei strahlendem Sonnenschein ein und verlebte vergnügliche Stunden rund um die Wildbiene. Die Kinder der AG lernte einige der 300 verschiedenen Wildbienenarten aus Schleswig-Holstein, von denen allerdings bereits 70 Arten verschollen und 103 gefährdet sind, anhand von Abbildungen kennen.

Wer vorher noch dachte, Hummel ist eben Hummel, wurde eines Besseren belehrt, gehören die Hummeln doch zu den Wildbienen. Ausgerüstet mit Hummelbestimmungskarten fanden sich auf den Wildblumenflächen des Schulgeländes Acker-, Garten-, Erd-, Wiesen-, Stein- und Schmarotzerhummeln.

Bei einem temporeichen Spiel wurde die Niströhre einer Wildbiene nachgebaut. Gern ließen sich die Kinder anregen, auch Blumen zu säen, was mit nach Rezept hergestellten Samenkugeln besonders viel Spaß machte.

Auch eine Nisthilfe für Wildbienen wurde zum Mitnehmen bemalt.

Am Ende waren sich alle einig: Bienen beflügeln uns, sie stacheln uns an und bringen uns zum Schwärmen.

Ganz besonders weil endlich die Bienenvölker „Maja“, „Willi“, und „Kassandra“  für die AG-Kinder in ihre Beuten eingelaufen sind. 14 Kinder bereiteten sich in diesem Schuljahr über Wochen auf dieses Ereignis vor und fieberten dem Tag des Einlaufens entgegen. Es wurden u.a. Rähmchen genagelt und verdrahtet, Mittelwände eingelötet, Beuten bemalt, Waben untersucht und die drei Bienenwesen bestimmt. Für die letzten Wochen vor den Sommerferien heißt es jetzt: Bienenvölker beobachten  und alle Informationen im Stockbuch festhalten. Der krönende Abschluss wird dann die „Ernte“ von eigenem Wabenhonig.

 

Mit diesem Bild „Ausflug zu Nektartankstelle“ gewannen die Kinder der Bienen-AG einen Wildbienentag mit der Bienenbotschafterin Eike Hilbert.

 

 

Lena, Celina, Emma und Käthe bestimmen Hummeln auf dem Schulgelände.

 

 

Baumhummel auf dem Schulgelände

 

 

 

 

Stormini - Stormini

Imkerverein Reinfeld-Zarpen und

Schulimkerei der Matthias-Claudius-Schule als Arbeitgeber

 

Stormini, das ist die Kinderstadt Stormarn.

Kinder von 9 bis 13 Jahren können an diesem Planspiel teilnehmen. Seit 2008 findet es an wechselnden Orten in Stormarn statt. In diesem Jahr stellte der Kreisjugendring Stormarn Anfang Juli seine Zelte in Reinfeld auf.  Ein wesentlicher Bestandteil des Kinderstadt-Konzeptes ist die Simulation des Kreislaufs von Arbeit, Geldverdienen und Konsum. Der Imkerverein Reinfeld-Zarpen hat sich mit der Schulimkerei der Matthias-Claudius-Schule als Arbeitgeber angeboten. Und so verdienen die Stormini-Kinder durch ihre Arbeitszeit als Imker ihr Gehalt in der Kinderstadt-Währung „Stormark“, welches  sie später in der Kinderstadt für Freizeitaktivitäten, auf dem Markt oder im Kindercafé ausgeben können. Auch Spenden für einen wohltätigen Zweck ist am Ende der Stormini-Zeit möglich.

14 Kinder waren eingeladen, bzw. konnten sich auf dem Arbeitsmarkt von Stormini für diesen Job bewerben. Nach einem kurzen Fußweg zur Schulimkerei der Matthias-Claudius-Schule wurden die Kinder in Vollschutzanzüge gesteckt und öffneten einen Bienenstock. Sie benutzten einen Smoker, lockerten die Rähmchen mit einem Stockmeißel und jeder zog mutig ein Rähmchen heraus. Die Kinder unterschieden Arbeiterin und Drohnen, fanden die Königin, erkannten Honig- und Pollenzellen und sahen sich die Entwicklungsstadien der Biene in den Zellen genauer an. Letzteres wurde später an einer gefrorenen Wabe mit Lupen, Binokularen und Zahnstochern noch genauer fortgesetzt.

Anschließend ging es an die Produktion, denn auf dem Markt von Stormini soll natürlich auch etwas aus der Imkerei verkauft werden. Es wurden Kerzen gegossen und gedreht, Sommerblütenhonig abgefüllt und mit einem eigens für Stormini entworfenen Etikett versehen. Wachs und Gläser wurden hierfür vom Bürgerverein Reinfeld gesponsert. Die Matthias-Claudius-Schule spendete einen Teil des frisch geschleuderten Sommerblütenhonigs.

Dass diese Dinge am gleichen Nachmittag auf dem Markt verkauft werden sollten, gehört zum Konzept von Stormini, gefiel den teilnehmenden Kindern aber gar nicht. Dass sie auf ihre hergestellten Produkte Vorkaufsrecht haben, versöhnte sie allerdings wieder etwas. Nach zwei Stunden war der erste Arbeitstag geschafft und der Trupp zog gegen Mittag mit Armen voller Honiggläser und Kerzen zurück in ihre Stadt Stormini.

 

Produkte für den Stormini-Markt

Produkte für den Stormini-Markt

 

Fertig angezogen bekamen die Stormini-Kinder erste Informationen von Klaus.

 

An den Bienenstöcken der Schulimkerei

An den Bienenstöcken der Schulimkerei

 

Die beliebteste  Aufgabe: Honig abfüllen

Die beliebtesteAufgabe: Honig abfüllen

 

 

 

Bienen-AG der Matthias-Claudius-Schule - Wir sind selbstständig!

Projektfortschreibung 2018

 

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